Wie geht das ?

 

Eine wahrhaft berechtigte Frage.
Und schlicht zu beantworten.

Der / das KIKK mit allen Weiterungen ist eine zutiefst private Initiative. Der Ort des Geschehens ist ein ausgebauter ehemaliger Schuppen, eher schon ein Schüppchen auf einem privaten Grundstück. Mietkosten fallen also nicht an, die Nebenkosten wie Heizung, Strom etc. werden ebenfalls privat übernommen und schlagen nicht zu Buche.
Wir alle sind begeisterte Amateure, also Liebhaber von Kleinkunst, Kleintheater, Literatur und Musik. Keine "Professionals", die damit ihren Lebensunterhalt verdienen wollen oder müssen. Und wollen unsere Liebhaberei mit anderen teilen, soweit sich das machen läßt.
Öffentliche Gelder nehmen wir nicht in Anspruch. Schon weit vor der Zumutung Hartz IV waren wir der Meinung, daß bildungsbürgerliche Kultur, getragen von meist gutbetuchten Personen aus Wirtschaft, Lehrerschaft und Verwaltung, nicht per städtischer Zuschüsse auf die Geldbeutel der Gesamtbevölkerung zugreifen sollten.
Diesen Weg haben wir bisher siebzehn Jahre durchgehalten.
Da wir aber trotzdem der Meinung sind, daß halbwegs anständige Gagen bezahlt werden sollen, legen wir in der Regel mal mehr, manchmal auch weniger drauf. Ist aber nicht tragisch, denken wir: schließlich ist's sehr viel bequemer und immer noch billiger, als anders wo hin zu fahren, Eintritt zu lassen, und Fahrtkosten, Übernachtung nebst Essen und Trinken schlagen ja auch heftig zu Buche.
Üblicherweise nehmen wir pro Person 18.-€ Kostenbeitrag. Darin enthalten ist die komplette Bewirtung, wie der Prosecco zum Empfang, die legendäre heiße Rindswurst vom Pfungstäder Metzger Riehl zur Pause und das leckere Darmstäter Braustübl-Pils (neben trockenem Weißwein, Mineralwasser und Apfelschorle) während der Vorstellung. Unsere Küche fungiert dann als Foyer, unser Wohnzimmer als Künstlergarderobe, und die ehemaligen Kinderzimmer im Haus als allseits beliebte Übernachtungsorte für die Künstler.
Schlicht: so geht das. Und nur so.